Vielleicht finden Sie in unserer Verlobungsringe-Übersicht das passende Modell oder Sie informieren sich in unserem Magazin über die richtige Ringgröße, Edelmetalle oder Diamanten.
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Folgende Themen behandeln wir in diesem Artikel:
In den letzten Jahren haben sich Labordiamanten als beliebte Alternative zu natürlichen Diamanten etabliert. Die von Menschen hergestellten Edelsteine bieten eine hochwertige Alternative zu natürlichen Diamanten und sind deutlich günstiger.
Ein schöner Ring mit 1 ct. Diamant in solider Qualität kostet aktuell etwa 5.500 Euro. Einen vergleichbaren Verlobungsring mit 1 ct. Labordiamant gibt es bereits für rund 1.200 Euro, also für ein Fünftel des Preises.
Lassen Sie uns die Welt der Verlobungsringe mit Labordiamanten erkunden, ihre Herstellung, die Vor- und Nachteile beleuchten. Wertvolle Tipps für den Kauf helfen bei der Entscheidung für oder gegen im Labor gezüchtete Diamanten.
Verlobungsringe mit Labordiamanten stehen beim Design klassischen Diamant-Verlobungsringen in nichts nach. Neben den bekannten Fassungen und Schliffen glänzen Labordiamanten allerdings durch eine schier unbegrenzte Auswahl an Farben.
Auf Anfrage stellt das Labor Diamanten in verschiedenen Farbtönen her. Blaue, gelbe oder rosa Steine verleihen dem Ring eine persönliche Note.
Nachhaltigkeit liegt im Trend und so entscheiden sich immer mehr Paare für Labordiamanten. Ob diese wirklich nachhaltiger sind, ist noch umstritten.
Einige Untersuchungen zeigen, dass von Menschen hergestellte Diamanten die Umwelt weniger belasten. Sie seien auch aus ethischer Sicht vorzuziehen.
Andere Studien bemängeln den hohen Energieverbrauch und den Verlust von Arbeitsplätzen. Besonders in ärmeren Regionen der Welt leben viele Menschen von der Diamantbranche.
Klar ist, dass Labordiamanten natürlichen Diamanten bis aufs Atom gleichen und hinsichtlich der Farbvielfalt sogar deutlich übertreffen.
Labordiamanten haben die gleichen chemischen, optischen und physischen Eigenschaften und die gleiche Kristallstruktur wie natürliche Diamanten. Natürliche Diamanten und ihre Gegenstücke aus dem Labor bestehen beide aus fest gebundenem Kohlenstoff. Sie sind gleich hart und auch das Licht brechen beide auf identische Weise.
Der einzig relevante Unterschied zwischen Labor- und natürlichen Diamanten – abgesehen vom Preis – ist ihre Herkunft.
Dieser Vergleich bringt es auf den Punkt: Labordiamanten sind wie Eis aus dem Gefrierschrank, natürliche Diamanten wie tausende Jahre altes Gletschereis. Das eine ist jung und von Menschen gemacht, das andere entstand vor langer Zeit ohne menschliches Zutun. Aber beides besteht aus gefrorenem Wasser.
Natürliche Diamanten entstanden vor Äonen tief in der Erde unter hohem Druck. Die Natur formte sie und beförderte sie mit dem sie umschließenden Kimberlitgestein an die Erdoberfläche.
Als Zeichen ihrer Herkunft tragen fast alle Diamanten Verunreinigungen in ihrem Inneren. Diese Einschlüsse und die Spuren ihres Wachstums sind es, die natürliche Diamanten einzigartig machen.
Labordiamanten lassen sich heute in großen Mengen mit sehr hoher Reinheit herstellen. Je nach Verfahren gibt es im Labor keine oder kaum Einschlüsse. Im kontrollierten Laborumfeld entstehen sie, entweder im Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) oder durch Chemische Gasphasen-Abscheidung (CVD).
Bei den natürlichen Diamanten ist jeder Stein einzigartig, weist individuelle Einschlüsse und Farbnuancen auf. Diese individuellen Merkmale lassen sich nach strengen Kriterien bewerten, den 4 Cs: Carat (Gewicht), Cut (Schliff), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit).
Obwohl Labordiamanten chemisch und physikalisch identisch sind, ist die qualitative Spannbreite bei ihnen deutlich geringer. Zwar lassen sich auch im Labor Einschlüsse nicht vermeiden, kommen aber viel seltener vor als bei natürlich gewachsenen Diamanten.
Vor allem aufgrund ihrer Seltenheit, aber auch wegen der aufwendigen Förderung sind natürliche Diamanten teuer. Ihr Preis variiert stark, abhängig von Größe, Qualität und Herkunft.
Labordiamanten wachsen in wenigen Tagen zuverlässig, effizient und planbar. Das macht sich im Preis speziell bei größeren Steinen deutlich bemerkbar, sie sind erheblich günstiger.
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Natürliche Diamanten gelten als die traditionellen Edelsteine, wenn es um Verlobungsringe geht. Als klassische Symbole für ewige Liebe und Beständigkeit sind sie seit fast einhundert Jahren weltweit etabliert.
Ihr seltenes Vorkommen führt zu einer hohen Preisstabilität und in der Vergangenheit sogar zu beständigen Wertzuwächsen. Für viele Paare sind sie deshalb der klare Favorit, wenn es um den perfekten Edelstein für Verlobungsringe geht.
Die Preise für die Herstellung von industriell hergestellten Diamanten befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Daher werden Labordiamanten für Verlobungsringe immer interessanter, gerade bei großen Steinen.
Diese kosten nur rund zwanzig Prozent und bieten die gleiche Brillanz und Schönheit wie hochwertige, natürliche Diamanten. Der niedrige Preis erlaubt es Paaren, größere oder hochwertigere Steine zu wählen, ohne das Budget zu sprengen.
Beide Diamantarten haben ihre Vorzüge. Die Wahl zwischen natürlichen und hergestellten Diamanten hängt von persönlichen Werten, Budget und ästhetischen Vorlieben ab. Während manche natürliche Diamanten für ihre Einzigartigkeit und Seltenheit schätzen, favorisieren andere Labordiamanten als nachhaltige und preiswerte Alternative. Und das ohne Kompromisse bei der Qualität.
„Wir entschieden uns bewusst für einen fair, mit Ökostrom geschaffenen Diamanten.“
Persönliche Erfahrung von Sarah und Tom Krawczyk
Sarah und Tom sind schon seit 2018 ein Paar und er beschloss ihr Ende 2023 einen Antrag zu machen. Er weiß, dass Sarah großen Wert auf Nachhaltigkeit legt und sich für Umweltschutz engagiert. Deshalb entschied er sich für einen Verlobungsring mit Labordiamanten. Als er ihr den Ring an Heiligabend überreichte, war Sarah überwältigt. Sie liebte das im Schein der Kerzen romantisch funkelnde Schmuckstück mit Diamant auf Anhieb.
Die Tatsache, dass es sich um einen mit Ökostrom unter fairen Bedingungen hergestellten Stein handelte, berührte sie besonders. Der Ring ist nicht nur Symbol ihrer Liebe, sondern auch Zeichen der Werte, die sie und Tom teilen.
Erfahrungsbericht von Lisa Schmied
Augsburg, 24. Mai 2024
„Der Stein ist atemberaubend schön und funkelt genauso wie ein natürlicher Diamant. Uns beiden gefiel er sofort und wir sind immer noch rundum glücklich.
Ständig bekomme ich Komplimente für meinen Ring und mag das Erstaunen, wenn ich sage, dass es ein Labordiamant ist. Ich sehe den Ring und freue mich darüber, dass unserer Kinder eine Zukunft haben werden auf diesem schönen Planeten.“
Erfahrungsbericht von Michael P.
Hildesheim, 7. November 2023
„Schon vor der Planung des Antrags war klar, dass ich einen besonderen Ring finden musste. Meine jetzige Frau steht auf prunkvollen Schmuck. Nach intensiver Recherche entschied ich mich daher für einen Verlobungsring mit Labordiamant.
Meine Frau liebt ihren Ring über alles und legt ihn praktisch nie ab. Ich bin froh über meine Wahl und würde es jedem empfehlen, obwohl ich den Stein heute deutlich günstiger bekäme“
Labordiamanten (englisch kurz: LGD für Lab Grown Diamonds) werden auch als synthetische, gezüchtete, menschengemachte, künstliche oder Kultur-Diamanten bezeichnet. Es sind echte Edelsteine, die innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen in einem von Menschen kontrollierten Laborumfeld wachsen.
Zwei Technologien setzen Experten für die Zucht ein, das Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) oder die Chemische Gasphasen-Abscheidung (CVD).
Chemisch und physikalisch sind sie identisch mit natürlichen Diamanten. Sie bestehen aus reinem Kohlenstoff, der in einer isotropen Form kristallisiert. Isotop sind Kristalle dann, wenn sie in jede kristallografische Richtung das gleiche optische Verhalten aufweisen. Folge: sie reflektieren Licht gleichmäßig.
Nur selten erkennt ein Gemmologe CVD- oder HPHT-gezüchtete Diamanten mit herkömmlichen Edelstein-Prüfgeräten. Für die Erkennung sind modernste wissenschaftliche Instrumente nötig. Mit deren Hilfe erkennen Fachleute sie vor allem an Verformungsmustern, mineralischen Einschlüssen, Fluoreszenz und weitere für Edelsteine typische Aspekte. Hier die wichtigsten:
1. Einschlüsse und Strukturen
Natürliche Diamanten zeigen einzigartige Einschlüsse und Strukturen, die beim Wachstum durch geologische Prozesse entstehen. Obwohl künstliche Diamanten ebenfalls Fehler haben, sind diese gleichmäßiger und weniger komplex.
2. Fluoreszenz
Diamanten aus dem Labor fluoreszieren mehr oder weniger stark in charakteristischen Farben. Die Art und Intensität der Fluoreszenz grenzt sie von natürlichen Diamanten ab.
3. Analyse mit Hilfe von Spektroskopie
Gemmologen verwenden Geräte wie Raman- oder Infrarot-Spektroskope, um Unterschiede in der atomaren Struktur und in den Einschlüssen zu erkennen.
4. Laserinschriften
Künstliche Diamanten aus zuverlässigen Quellen haben auf der Rundiste eine fürs menschliche Auge unsichtbare Laserinschrift. Diese gilt als Nachweis für ihre Herkunft aus dem Labor.
5. Imitate vom Original unterscheiden
Imitationen wie kubischer Zirkonia oder synthetischer Moissanit, die Diamanten ähneln, weisen andere chemische und physikalische Eigenschaften auf als im Labor kultivierte Diamanten. Diese ermöglichen es geschulten Gemmologen, Imitate leicht von echten Diamanten zu unterscheiden. Bei Labordiamanten ist das viel schwieriger.
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Wachstumsstrukturen beim natürlichen Diamanten, sogenannte Trigone
Für Juweliere und Händler gibt es kompakte Geräte, um natürliche Diamanten von im Labor gezüchteten und Imitaten zu unterscheiden. Die neuste Generation dieser Technikwunder benötigen für die Analyse inzwischen nur noch wenige Sekunden.
Falls die Ergebnisse bei einem Stein uneindeutig sind, steht eine Prüfung im Labor an. Stellt dort der Gemmologe fest, dass es ein Labordiamant ist, fertigt er ein entsprechendes Zertifikat an und markiert den Stein mittels Lasergravur als Lab grown.
Weltweit gibt es inzwischen umfangreiche Datenbanken, die die typischen Eigenschaften vieler verschiedener Diamantenarten enthalten. Dieses Wissen trägt dazu bei, immer neue Methoden zur Identifizierung von natürlichen und künstlichen Diamanten zu entwickeln.
Es erscheint wie ein Wunder und dauert nur ein paar Tage: Ein winziger, natürlicher Diamant als Keim genügt und drumherum wächst im Labor in Windeseile ein künstlicher Diamant. Der gezüchtete Diamant hat erstaunliche Eigenschaften und – mit etwas mehr Geduld – eine stattliche Größe.
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Mitte der 1950er Jahre züchteten Wissenschaftler erstmals Diamanten in einem Labor. Diese Diamanten waren jedoch noch zu klein für Schmuckstücke. Die Produktion größerer Kristalle in Edelsteinqualität gelang Mitte der 1990er Jahre. Immer mehr Unternehmen stellen inzwischen synthetische Diamanten her.
Die Steine aus dem Labor werden hauptsächlich in China (45 %), Indien (20 %) und den USA (10 %) gezüchtet. Nur ein kleiner Teil der Produktion sind Diamanten in Schmuckstein-Qualität, über 90 Prozent sind in industriellen Anwendungen im Einsatz. Das extrem harte Material wird dort zum Polieren, Schneiden oder Abtragen von Werkstoffen verwendet. Synthetische Diamanten kommen in optischen Instrumenten unter Anderem als Linsen und in Elektronik zum Einsatz oder dienen als Wärmeleiter.
Um künstliche Diamanten herzustellen, gibt es zwei gängige Verfahren: das Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) und die Chemische Gasphasen-Abscheidung (CVD).
In diesem Verfahren setzen die Labormitarbeiter einen Keim-Diamanten hohem Druck und extremer Hitze aus. Es herrschen in etwa die Bedingungen, unter denen auch natürliche Diamanten in der Erde entstehen.
Das Diamantenwachstum im Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren erfolgt bei einem Druck von 50.000 bis 60.000 Bar. Das entspricht in ungefähr dem Druck, den ein Elefant auf eine Nadelspitze ausüben würde, wenn er auf ihr balancierte.
Bei Temperaturen zwischen 1.300 und 1.600 °C schmilzt ein Metall, das als Lösungsmittel dient. Dieses löst hochreinen Kohlenstoff, der sich um den Diamantkeim anlagert.
Mit dieser Methode entstehen farblose Diamanten. Mittels Zusätzen wachsen im HPHT-Verfahren auch farbige Diamanten in rosa, blau oder gelb.
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Die Chemische Gasphasen-Abscheidung wurde in den 1980er Jahren entwickelt.
Mit dieser Technik können Züchter Diamanten bei moderatem Druck und Temperaturen von 700 bis 1.300 °C herstellen. Dazu pumpen sie kohlenstoffhaltiges Gas in eine Vakuumkammer. Der Kohlenstoff lagert sich auf einem Diamantkeim ab und kristallisiert dort als Diamant.
Das CVD-Verfahren ermöglicht eine präzise Dosierung von Zusatzstoffen und so eine präzise Planung der gewünschten Merkmale. Ideal für Diamanten, die den hohen Ansprüchen der Schmuckindustrie genügen müssen.
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Beide Methoden haben ihre speziellen Vor- und Nachteile. Die Wahl für HPHT oder CVD hängt von den Anforderungen an den Diamanten ab.
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1953: Erster synthetischer Diamant im Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) hergestellt. Die Diamanten kommen in Elektronik und in der Laseroptik sowie als Schleifmittel und für andere industrielle Zwecke zum Einsatz.
1970er: Amerikanische Forscher stellen bei General Electric die ersten im Labor gezüchteten Diamanten in Edelsteinqualität her. Sie sind gerade klar genug und mit etwa 0,3 Karat groß genug, um sich für Schmuckstücke zu eignen. Ihre Farbe – zwischen J und F – war deutlich sichtbar. Wissenschaftler des GIA veröffentlichen 1971 die erste wissenschaftliche Studie über Labordiamanten.
1980er: Die Hersteller beginnen im Labor gezüchtete Diamantkristalle in großen Mengen herzustellen. Diese Labordiamanten sind anfangs noch klein und von gelblicher oder bräunlicher Farbe. Die Prozesse werden weiter optimiert, damit verbessert sich auch die Qualität sich im Laufe der 1980er Jahre.
2000er: Das CVD-Verfahren etabliert sich für die Herstellung von Diamanten in Edelsteinqualität. Es gilt zwar als anspruchsvoller, ist aber um einiges flexibler als die HPHT-Methode.
2010er: Farblose, im Labor gezüchtete Diamanten sind auf dem Schmuckmarkt in großen Mengen erhältlich. Fast täglich werden neue Rekordgrößen gemeldet. Der Absatz in der Schmuckbranche steigt auf etwa acht Prozent des weltweiten Diamantmarktes.
2014: Die Firma New Diamond Technology (NDT) beginnt mit der Herstellung großer farbloser Labordiamanten von bis zu 5,11 ct im HPHT-Verfahren.
2015: NDT stellt den ersten farblosen, im Labor gezüchteten HPHT-Diamanten mit einem Gewicht von mehr als 10 Karat her.
2016: Das GIA meldet einen facettierten 5,19 ct CVD-Diamanten, der nahezu farblos ist. Im gleichen Jahr dokumentiert das Institut den bisher größten HPHT-Diamant mit 15,32 Karat in vergleichbarer Qualität.
2017: China züchtet nach eigenen Angaben monatlich HPHT-Diamanten mit einem Edelsteingewicht von insgesamt 200.000 Karat.
2018: Auf einer Edelsteinmesse präsentierte ein Aussteller einen im CVD-Verfahren hergestellten Diamant mit einem Gewicht von 6,21 ct. NDT toppt das um ein Vielfaches mit einem extrem großen HPHT-Diamanten, der ein Gesamtgewicht von 103,5 Karat auf die Waage bringt.
Im gleichen Jahr startet die De-Beers-Marke „Lightbox“. Unter diesem Label verkauft De Beers Schmuck mit weißen, blauen und rosafarbenen Labordiamanten für 800 Dollar pro Karat.
2020: Ein neuer Rekord bei per CVD-Verfahren gewachsenen Diamanten: 10,75 ct. Die Firma Meylor Global produziert im HPHT-Verfahren schwarze Diamanten mit einem Gewicht von 115,65 und 109,58 ct.
2023: Ethereal Green Diamond mit Sitz in Indien lässt den größten polierten Diamanten der Geschichte vom IGI zertifizieren. Der 50,25 Karat Edelstein im Smaragdschliff hat die Farbe G und Reinheit VS2.
Er gilt als weltweit erster geschliffener, im Labor gewachsener Diamant über 50 Karat. Der mit der CVD-Methode gezüchtete Rohdiamant wuchs über einen Zeitraum von acht Monaten.
2024: IGI zertifiziert einen geschliffenen 75,33 Karat schweren CVD-Diamant, der den Namen „Celebration of India“ trägt. Er stammt ebenfalls aus dem Hause Ethereal Green Diamond. Es dauerte 270 Tage, bis der 190 Karat Rohdiamant gewachsen war und weitere 30 Tage, um ihn zu schneiden und zu polieren.
Der Gründer von ADA Diamonds, Jason Payne, rechnet vor: Die effizienteste, ihm bekannte Methode, künstlich Diamanten zu erzeugen, benötige rund 250 kWh Strom pro Karat. Das entspricht etwa der Menge, die der deutsche Durchschnittshaushalt in einem Monat an Strom verbraucht.
Es gibt Experten, die die Verbräuche sogar deutlich höher einschätzen und von 500 bis 750 kWh pro Karat sprechen. Andere veröffentlichen niedrigere Verbräuche. Kritiker gehen davon aus, dass diese Analysen alle produzierten Diamanten mit einrechnen, auch den Ausschuss.
Dem gegenüber stehen erhebliche Eingriffe in die Natur, die zur Förderung von natürlichen Diamanten notwendig sind.
Für jedes Karat natürlicher Diamanten bauen Minenarbeiter etwa eine Tonne Gestein ab, brauchen Energie für Förderung, Transport und Veredelung. Wie viel das pro Karat ist, darüber schweigen sich die Diamantförderer derzeit aus.
Ob man die Zahlen überhaupt vergleichen kann, ist fraglich. Wie rechnet man die schlechteren Diamantqualitäten bei der Förderung natürlicher Diamanten heraus? Wie erfasst man die Umweltaspekte beim für die gezüchteten Diamanten genutzten Strommix? Immerhin sitzen die größten Produzenten von Labordiamanten in China, das zwei Drittel seines Stroms aus Kohle erzeugt. Weitere große Akteure kommen aus Indien, dort stammt 75 % der Energie aus Kohle.
Bei sozialen Aspekten ist das Bild ähnlich uneindeutig. Etwa 10 Millionen Menschen arbeiten derzeit weltweit in der klassischen Diamantenindustrie. Sie erwirtschaften acht Milliarden Dollar pro Jahr allein in Afrika. Und afrikanische Förderländer gehören heute zu den wohlhabendsten Ländern Afrikas.
Beispiel Botswana: Dort trägt der Diamantexport entscheidend dazu bei, dass der wirtschaftliche Erfolg des Landes Vorbild für den ganzen Kontinent ist. Botswana wurde 1966 unabhängig und war zu diesem Zeitpunkt eines der ärmsten Länder der Welt. Heute gilt es als eines der Musterländer Afrikas und erwirtschaftet 50 % des Staatshaushaltes mit der Ausfuhr von Diamanten.
Um Labordiamanten herzustellen, benötigen Firmen nur wenige Menschen. Große Konzerne beherrschen wesentliche Teile der weltweiten Produktion, kleine Unternehmen gibt es kaum.
„Ist es ethisch verantwortbar, Menschen vom Kauf von Diamanten aus Schwellenländern abzuhalten? Dort sind Million Menschen auf die Arbeit angewiesen.“ sagt Brooks-Rubin, politischer Berater bei der NGO Enough Project.
Am Ende muss jeder für sich entscheiden, beide Arten von Diamanten haben Vor- und Nachteile. Und eine eindeutige Antwort auf die soziale Frage und zum Aspekt der Nachhaltigkeit gibt es nicht.
Künstlich hergestellte Diamanten sind deutlich günstiger als natürlichen Diamanten. Sie kosten bis zu 80 % weniger bei vergleichbarer Qualität und physikalischen Eigenschaften.
Einen Verlobungsring mit Labordiamant in 0,75 Karat gibt es schon für um die 1.000 Euro. Das entspricht etwa 20 Prozent des Preises für einen Ring mit echtem Stein.
Der Preis für einen Labordiamanten mit einem Karat ist seit 2016 um 4.500 bis 5000 US-Dollar gefallen. Derzeit ist offen, ob und – wenn ja – wie weit die Preise für im Labor gezüchtete Diamanten fallen werden. Sicher ist nur, dass die Technologie für das Züchten von Diamanten immer billiger wird. Daher gehen wir davon aus, dass der Wettbewerb zunimmt und damit die Labordiamant-Preise weiter sinken.
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Unter Laborbedingungen in kurzer Zeit gewachsene Steine sind deutlich reiner als auf natürlichem Wege entstandene. Durch die extrem lange Wachstumsphase in unkontrollierter Umgebung sind Verunreinigungen bei echten Diamanten wahrscheinlicher.
Im Labor gewachsene Steine weisen unter Umständen Einschlüsse auf. Im HPHT-Verfahren verwendeten die Labors Katalysatoren, die unter bestimmten Bedingungen zu metallischen Einschlüssen in den produzierten Steinen führen. Mit der CVD-Methode gezüchtete Diamanten haben eine höhere Reinheit. Gezielt eingebrachte Stoffe geben dem Diamanten bestimmte Eigenschaften, sorgen beispielsweise dafür, dass er Strom leitet.
Wir empfehlen vor dem Kauf darauf zu achten, dass beim gewünschten Labordiamanten ein Edelsteinzertifikat vorliegt, das die Reinheit dokumentiert. Das gilt besonders für größere Größen ab 1 Karat, da dort Einschlüsse eher sichtbar sind.
Labordiamanten sind eine hervorragende Alternative zu natürlichen Diamanten. Sie bieten die gleichen Eigenschaften, sind chemisch identisch, jedoch deutlich billiger. Für alle Käufer eines Verlobungsrings mit Labordiamanten gilt es einige wichtige Aspekte zu beachten.
Beim Kauf eines Labordiamanten spielen die 4 Cs eine Rolle: Carat (Karat), Cut (Schliff), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit). Diese Faktoren bestimmen auch bei künstlichen Diamanten die Qualität und den Wert.
Der Schliff sollte mindestens sehr gut sein. Seine Qualität hängt von den Fähigkeiten des Steinschleifers ab und beeinflusst die Brillanz des Diamanten elementar. Gleiches gilt für die Reinheit. Bei der Farbe kommt es vor allem auf den persönlichen Geschmack an.
Bestehen Sie auf ein Edelsteinzertifikat, das alle genannten Qualitätsfaktoren genau beschreibt und bewertet. Stellen Sie sicher, dass der Labordiamant von einer anerkannten Organisation wie dem GIA oder dem IGI zertifiziert ist.
Das IGI hat sich auf die Zertifizierung von Labordiamanten spezialisiert. Die Zertifikate garantieren die Qualität des Labordiamanten und geben Sicherheit bezüglich der Eigenschaften des Steins.
Labordiamanten sind etwa drei Viertel preiswerter als natürliche Diamanten. Dennoch lohnt es sich, die Preise zu vergleichen, um das beste Angebot zu finden. Die Ringschiene und das gewählte Edelmetall fallen bei einem Ring mit künstlichem Diamanten deutlich mehr ins Gewicht. Wer ein günstigeres Metall wählt, spart hier noch mal richtig.
Sich über aktuelle Marktpreise zu informieren, halten wir in Bezug auf Labordiamanten für sinnvoll. Saisonale Rabatte allerdings spielen bei Schmuck generell kaum eine Rolle.
Zusammengefasst hier alle wichtigen Aspekte sowie die Vor- und Nachteile für den Kauf von Verlobungsringen mit Labordiamanten.
Die stetige Verbesserung der Techniken zur Herstellung von Labordiamanten führt zu immer weniger Ausschuss. So sinkt mittelfristig voraussichtlich auch der Preis.
Es ist möglich, dass durch technischen Fortschritt in Zukunft neue und bisher unbekannte Arten von Diamanten entstehen. Dies würde dazu beitragen, dass Labordiamanten in der Schmuckindustrie weiter an Bedeutung gewinnen.
Immer mehr Schmuckhersteller und -händler integrieren Labordiamanten in ihre Kollektionen. Dies zeigt eine wachsende Akzeptanz und spiegelt die Wünsche der Verbraucher.
Mit dem Blick auf Nachhaltigkeit und ethischen Konsum ist es möglich, dass Labordiamanten eine noch größere Rolle spielen werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass der Energieverbrauch zur Herstellung deutlich sinkt.
Labordiamanten ergänzen schon heute den Markt für natürliche Diamanten und tragen vielleicht sogar dazu bei, ihn positiv zu verändern.